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Die Tür-Tür


Gestern abend fand ich mein Zuhause nicht. Das lag grundsätzlich daran, dass die Haustür
anders aussah als sonst. Ich dachte, ich hätte mich in der Tür geirrt. Hatte ich aber nicht:
Die Tür hatte sich in mir geirrt. Der freundliche Hausmeister hatte glücklicherweise einen Zettel
verfasst: Nein, Sie sind richtig. Die alte Tür ist gerade zum Streichen, diese ist nur zum Übergang.
Prima, wenn Mitmenschen mitdenken. Die Übergangstür ist hässlich und grau und sieht irgendwie
aus, wie der Eingang eines Atomkraftwerkes. Man traut ihr durchaus zu, radioaktive Strahlen auszubremsen.
Noch später am Abend: Hungerattacke. Ganz hübsch im Ami-Schlabberlook wankte ich unterzuckert
richtung Mc Donalds an der Kieler Strasse, den eiskalten Milchshake gedanklich schon in den Händen.
Doch dann. Rüttel, rüttel - der Einlass wurde mir verwehrt, die verfluchte Mc Donalds Filiale hatte
doch tatsächlich schon geschlossen. Ein verzweifeltes Rüttel-rüttel später: ich gab auf.
Die Milchschnitte von der Tankstelle war kein wirklicher Trost. Wieder zurück, wartete schon das
graue Eingangsmonster. Das Positive am Tür-Dilemma: die Übergangstür ist nur aus Presspappe,
man kann sie praktisch öffnen, in dem man sie böse anguckt. Das Original aus Vehrenkampcastle ist da
ganz anders gestrickt: Nur wer den Code aus Treten und Schließen kennt, kommt auch hinein. Die
Skelette unwissender Bewohner werde einmal pro Monat kostenpflichtig entfernt ...

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