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01 July 2005 @ 08:56 pm
3-2-1 deins?  
Ich wollte grade etwas über die Krankheit "Morbus Crohn" im Internet recherchieren
und stieß dabei auf die formschöne Anzeige:
"Finden Sie interessante Angebote zu morbus crohn bei Ebay"
Krass , was man jetzt schon alles bei ebay bekommt.

Angestachelt durch diesen Fund, hab ich mal geschaut, was es wohl noch so alles
in der online-Koofhalle gibt:
Flammenwerfer
Riesen Auswahl zu Niedrigpreisen
Kostenloser Käuferschutz bis €400
www.ebay.de
 
 
 
whisky_god on July 3rd, 2005 10:09 am (UTC)
Morbus Crohn
Hab mal kurz meine Datenbank durchforst und...

Was ist Morbus Crohn?

Morbus Crohn (Abkürzung: M. Crohn) ist eine chronische, schubweise verlaufende Entzündung aller Schichten der Darmwand. Die Krankheit betrifft bei 30 Prozent der Patienten den letzten Teil des Dünndarms (Ileum), bei 25 Prozent der Patienten den Dickdarm (Kolon) und bei 45 Prozent beide Darmabschnitte gleichzeitig. Sie kann jedoch auch andere Bereiche des gesamten Magen-Darm-Trakts befallen. Typische Krankheitszeichen sind Leibschmerzen wie bei einer Blinddarmentzündung im rechten Unterbauch mit Durchfällen ohne Blut .

In mancher Hinsicht ähnelt Morbus Crohn der manchmal nur schwer zu unterscheidenden Colitis ulcerosa (chronische Dickdarmentzündung), die jedoch auf den Dickdarm beschränkt ist.

Üblicherweise tritt Morbus Crohn im 20. bis 40. Lebensjahr erstmals in Erscheinung. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten erkranken fünf von 100000 Menschen, in den letzten Jahrzehnten steigt die Zahl der Krankheitsfälle. Die Erkrankung ist bis heute nicht heilbar, man kann nur die Beschwerden lindern.



Wie entsteht die Krankheit?

Die Ursachen für die entzündlichen Veränderungen im Darm sind trotz großer Bemühungen bisher noch nicht geklärt. Vermutet wird, dass es sich um ein Zusammenspiel von erblichen, infektiösen, psychischen, vor allem aber wahrscheinlich immunologischen Faktoren handelt.

In den befallenen Darmabschnitten entzünden sich alle Schichten der Darmwand, wobei zwischen den Entzündungsherden immer wieder gesunde Stellen liegen. Wenn die erkrankten Regionen abheilen, hinterlässt die Entzündung Narben, die den Darm verengen. Die vernarbten Abschnitte verursachen wiederholt Darmverschlüsse. Zusätzlich bilden sich abgekapselte Eiteransammlungen (Abszesse) und fehlerhafte Verbindungsgänge (Fisteln) zu benachbarten Geweben (andere Darmabschnitte, Blase, Bauchhaut). In entzündeten Darmabschnitten werden Nahrungsbestandteile nicht mehr ausreichend aufgenommen.



Welche Beschwerden können auftreten?

Morbus Crohn verläuft entweder chronisch, das heißt die Beschwerden dauern länger als sechs Monate, oder schubweise. Dann verschwinden die Symptome vollständig, kommen aber nach einer bestimmten Zeit wieder. Die Wahrscheinlichkeit, einen Rückfall zu erleiden, beträgt nach einem Jahr 30 Prozent, nach zwei Jahren steigt sie auf 40 Prozent.

Je nachdem, wie weit sich die Krankheit im Darm ausgebreitet hat, sind die Beschwerden sehr unterschiedlich. Viele Patienten haben über eine längere Zeit hinweg nur geringe Symptome, und es vergehen oft Jahre, bevor die Erkrankung erkannt wird.


Durchfall (drei- bis sechsmal am Tag), meist ohne Blut


Schmerzen in der unteren rechten Seite des Bauchs – ähnlich einer Blinddarmentzündung


Leichtes Fieber


Appetitlosigkeit


Allgemeines Krankheitsgefühl


Beschwerden außerhalb des Verdauungstrakts: Gelenksentzündungen (25 Prozent der Patienten), Hautveränderungen wie Erythema nodosa (knotige und entzündliche Verdickungen der Haut) oder Aphthen (15 Prozent, Wundstellen der Mundschleimhaut), Augenentzündungen, Leberentzündung.



Wie stellt der Arzt die Diagnose?

In 40 Prozent der Fälle sind Fisteln im Afterbereich das erste Anzeichen eines Morbus Crohn.

Durchfall, Bauchschmerzen und Gewichtsabnahme über mehr als drei bis vier Wochen sowie vor allem Fisteln und wiederkehrende Vereiterungen (Abszesse) im Unterleib und am Darm sind ein Hinweis auf Morbus Crohn. Um die Diagnose sicher stellen zu können, benötigt der Arzt:


Eine Darmspiegelung (Ileoskopie und Koloskopie), bei der Gewebeproben entnommen werden.


Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel


Ultraschalluntersuchung (Sonographie)


Blutuntersuchung (Entzündungszeichen und Blutverlust)


Stuhluntersuchung auf Bakterien